Wandern in Österreich: Die schönsten Touren von den Alpen bis zum Burgenland

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Kurze Antwort

Österreich gehört zu den besten Wanderländern Europas: Vom hochalpinen Großglockner-Gebiet bis zu flachen Genusswegen am Neusiedler See findet jedes Niveau die passende Tour.

Kaum ein Land verdichtet so viele Landschaften auf so wenig Fläche. Der Österreichische Alpenverein betreut rund 26.000 Kilometer markierte Wege und ein dichtes Netz an Schutzhütten – die Grundlage für sichere Touren vom Familienspaziergang bis zur mehrtägigen Durchquerung. Dieser Überblick stellt vier Regionen vor, die das ganze Spektrum abdecken und sich gut mit einer Reiseplanung nach Jahreszeiten verbinden lassen.

Wandern in Österreich
Wandern in Österreich – Vier Touren für jedes Niveau

Hochalpin: Die Hohe Tauern

Wer das echte Hochgebirge sucht, ist im Nationalpark Hohe Tauern richtig. Hier ragt der Großglockner mit 3.798 Metern als höchster Berg Österreichs auf, umringt von Gletschern und Wasserfällen. Geführte Gletschertouren und gut gesicherte Höhenwege wie der Tauernhöhenweg verlangen Kondition und Erfahrung, belohnen aber mit alpiner Einsamkeit. Nach der Tour lädt eine der Thermen Österreichs zur Erholung ein.

Seenpanorama: Das Salzkammergut

Das Salzkammergut verbindet Wandern und Wasser. Rund um Hallstatt, den Wolfgangsee und die Postalm führen mittelschwere Wege zu Aussichtsbergen, von denen der Blick gleich mehrere Seen erfasst. Viele Touren lassen sich mit einer Schifffahrt oder einer Bergbahn kombinieren – ideal für alle, die Höhenmeter sparen möchten.

Genusswandern: Die Südsteiermark

Im Süden wird das Wandern sanfter. Die Hügel der Südsteirischen Weinstraße erinnern an die Toskana: Schmale Wege ziehen durch Rebzeilen, vorbei an Buschenschanken, in denen regionale Jause und Wein warten. Diese Touren sind technisch leicht und eignen sich perfekt als Halbtagesausflug mit Einkehr.

Flach und familienfreundlich: Der Neusiedler See

Das Burgenland zeigt eine ganz andere Seite Österreichs. Rund um den Neusiedler See, den größten Steppensee Mitteleuropas, verlaufen flache Rad- und Wanderwege durch das Schilf. Der Nationalpark Neusiedler See–Seewinkel ist ein Vogelparadies und besonders für Familien und Genießer geeignet, die ohne Steigung unterwegs sein wollen.

Touren nach Schwierigkeit

  • Leicht: Neusiedler See, Uferwege Salzkammergut, Weinwege Südsteiermark
  • Mittel: Aussichtsberge im Salzkammergut, Almwege in den Kitzbüheler Alpen
  • Schwer: Höhenwege und Gletschertouren in den Hohen Tauern

Häufige Fragen

Brauche ich für österreichische Bergtouren eine Ausrüstung?

Für Talwege genügen feste Schuhe. Sobald es ins Hochgebirge geht, sind knöchelhohe Wanderschuhe, Regenschutz und ausreichend Wasser Pflicht; für Gletscher zusätzlich eine Führung.

Wann ist die beste Zeit zum Wandern?

Die Hauptsaison reicht von Juni bis Oktober. Hochalpine Wege sind oft erst ab Ende Juni schneefrei, während Tal- und Weinwege schon im Frühling begehbar sind.

Gibt es geführte Wanderungen?

Ja, in fast allen Regionen bieten Bergschulen und Tourismusverbände geführte Touren an – besonders empfehlenswert für Gletscher und anspruchsvolle Höhenwege.

Sind die Wege gut markiert?

Österreichs Wege folgen einem einheitlichen Farbsystem (gelb, blau, rot, schwarz) für die Schwierigkeit. Karten und Apps ergänzen die Markierung.

Fazit

Ob hochalpin oder flach am See – Österreich hält für jedes Niveau eine lohnende Tour bereit. Wer Kondition und Können realistisch einschätzt und die Jahreszeit beachtet, erlebt das Land von seiner schönsten, langsamen Seite.

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